AGB
§ 1 Geltungsbereich
Diese AGB gelten für alle Verträge über Behandlungen und Gutscheine zwischen Anke Antons, handelnd unter „Lavender Fachfußpflege" (nachfolgend „Anbieterin"), und ihren Kundinnen und Kunden (nachfolgend „Kunde"). Maßgeblich ist die bei Vertragsschluss gültige Fassung. Abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil.
§ 2 Leistungen, Vertragsart und Abgrenzung
(1) Die Anbieterin erbringt Leistungen der Fachfußpflege und der kosmetischen Fußpflege sowie Wellness-Massagen und Aromatherapie-Anwendungen. Es gelten die jeweils aktuellen Behandlungs- und Preisübersichten.
(2) Behandlungsverträge sind Dienstverträge (§§ 611 ff. BGB). Die Anbieterin schuldet die fachgerechte Durchführung der Behandlung, nicht einen bestimmten Erfolg – insbesondere kein bestimmtes ästhetisches Ergebnis und keine Beschwerdefreiheit.
(3) Die Anbieterin ist keine Podologin im Sinne des Podologengesetzes. Die Leistungen sind keine Heilbehandlung und ersetzen keine ärztliche oder podologische Behandlung. Rezepte werden nicht angenommen; eine Abrechnung mit Krankenkassen findet nicht statt. Kunden mit Diabetes mellitus, Blutgerinnungsstörungen, Durchblutungsstörungen oder Neuropathien werden an eine podologische Praxis verwiesen und nicht behandelt.
(4) Hausbesuche werden nicht angeboten.
(5) Die Anbieterin kann eine Behandlung aus fachlichen oder hygienischen Gründen ablehnen oder abbrechen, insbesondere bei Kontraindikationen, offenen Wunden oder ansteckenden Erkrankungen. Erbrachte Teilleistungen sind anteilig zu vergüten.
§ 3 Terminvereinbarung und Mitwirkung des Kunden
(1) Termine werden ausschließlich nach vorheriger telefonischer Vereinbarung vergeben. Die Darstellung von Leistungen und Preisen ist kein bindendes Angebot. Der Vertrag kommt mit der Terminbestätigung durch die Anbieterin zustande. Ein Anspruch auf einen bestimmten Termin oder auf Aufnahme als Neukunde besteht nicht.
(2) Der Kunde informiert die Anbieterin vor Behandlungsbeginn unaufgefordert über alle für die Behandlung erheblichen Umstände, insbesondere über eine bestehende oder vermutete Schwangerschaft, die Einnahme blutverdünnender Medikamente, Vorerkrankungen (u. a. Diabetes, Gerinnungs- und Durchblutungsstörungen), Haut- und Nagelerkrankungen, Infektionen sowie Allergien und Unverträglichkeiten. Änderungen sind vor jedem Folgetermin mitzuteilen.
(3) Die Anbieterin darf auf Richtigkeit und Vollständigkeit dieser Angaben vertrauen.
§ 4 Absage, Terminverlegung und Ausfallhonorar
(1) Da ausschließlich nach festem Terminsystem gearbeitet wird und die reservierte Behandlungszeit anderweitig nicht kurzfristig vergeben werden kann, gilt Folgendes:
(2) Vereinbarte Termine sind spätestens 48 Stunden vor dem vereinbarten Behandlungsbeginn abzusagen oder zu verlegen. Die Absage hat telefonisch, per E-Mail oder per Messenger-Dienst zu erfolgen. Maßgeblich ist der Zugang bei der Anbieterin.
(3) Erscheint der Kunde ohne rechtzeitige Absage nicht zum vereinbarten Termin oder sagt er später als 48 Stunden vor Behandlungsbeginn ab, gerät er hinsichtlich der Annahme der Behandlungsleistung in Annahmeverzug. Die Anbieterin behält in diesem Fall gemäß § 615 Satz 1 BGB ihren Vergütungsanspruch.
(4) Auf diesen Anspruch lässt sich die Anbieterin die infolge des Unterbleibens der Behandlung ersparten Aufwendungen anrechnen. Diese werden pauschal mit 20 % des vereinbarten Behandlungspreises angesetzt, sodass 80 % des vereinbarten Behandlungspreises zu zahlen sind.
(5) Dem Kunden bleibt ausdrücklich der Nachweis vorbehalten, dass der Anbieterin kein oder ein wesentlich geringerer Schaden bzw. eine höhere Ersparnis entstanden ist. Der Anspruch entfällt insbesondere vollständig, wenn die Anbieterin den freigewordenen Termin anderweitig besetzen konnte oder bei zumutbarer Anstrengung hätte besetzen können.
(6) Der Anspruch entfällt ferner, wenn die Absage auf Umständen beruht, die weder der Kunde noch die Anbieterin zu vertreten hat und die eine Wahrnehmung des Termins unzumutbar machen (z. B. plötzliche schwere Erkrankung, Unfall, Todesfall in der Familie). Die Anbieterin entscheidet über Kulanzfälle nach billigem Ermessen.
(7) Erscheint der Kunde verspätet, verkürzt sich die Behandlungszeit entsprechend, ohne dass sich der vereinbarte Preis mindert. Bei einer Verspätung von mehr als 15 Minuten kann die Anbieterin die Behandlung ablehnen; die Absätze 3 bis 5 gelten dann entsprechend.
(8) Die Anbieterin kann Termine aus wichtigem Grund (insbesondere Krankheit, Unfall, höhere Gewalt) absagen oder verlegen und bietet einen Ersatztermin an. Weitergehende Ansprüche des Kunden bestehen nicht, soweit die Anbieterin die Absage nicht zu vertreten hat.
§ 5 Preise und Zahlung
(1) Es gelten die zum Zeitpunkt der Behandlung gültigen Preise.
(2) [Variante A: Gemäß § 19 Abs. 1 UStG wird keine Umsatzsteuer erhoben und daher nicht ausgewiesen.] [Variante B: Alle Preise sind Endpreise und enthalten die gesetzliche Umsatzsteuer.] (Zutreffende Variante wählen, die andere löschen.)
(3) Die Vergütung ist unmittelbar nach der Behandlung fällig und in bar [ggf. ergänzen: bzw. per EC-Karte] zu zahlen. Zusatzleistungen werden nur nach vorheriger Absprache erbracht und gesondert berechnet.
§ 6 Gutscheine
(1) Gutscheine sind drei Jahre gültig; die Frist beginnt mit dem Schluss des Kalenderjahres der Ausstellung (§§ 195, 199 Abs. 1 BGB). Sie sind übertragbar, sofern sie nicht auf eine bestimmte Person ausgestellt sind.
(2) Eine Barauszahlung ist ausgeschlossen. Über ein nicht ausgeschöpftes Restguthaben wird ein neuer Gutschein mit der ursprünglichen Restlaufzeit ausgestellt. Übersteigt der Behandlungspreis den Gutscheinwert, ist die Differenz zu zahlen.
(3) Für Termine, die mit einem Gutschein wahrgenommen werden, gilt § 4 entsprechend. Bei einem Ausfall im Sinne des § 4 Abs. 3 kann der Gutschein in Höhe des nach § 4 Abs. 4 geschuldeten Betrags entwertet werden.
§ 7 Haftung
(1) Die Anbieterin haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für Schäden aus vorsätzlicher oder grob fahrlässiger Pflichtverletzung.
(2) Bei leichter Fahrlässigkeit haftet die Anbieterin nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden. Im Übrigen ist die Haftung ausgeschlossen. Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt.
(3) Die Anbieterin haftet nicht für Schäden, die auf einer Verletzung der Mitwirkungspflichten nach § 3 Abs. 2 beruhen, insbesondere nicht für Reaktionen auf verwendete Produkte bei nicht mitgeteilter Allergie oder Unverträglichkeit.
§ 8 Datenschutz
Zur Durchführung der Behandlung werden auch Gesundheitsdaten im Sinne des Art. 9 Abs. 1 DSGVO erhoben und dokumentiert. Die Verarbeitung erfolgt auf Grundlage der ausdrücklichen Einwilligung des Kunden nach Art. 9 Abs. 2 lit. a DSGVO, die jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden kann; ohne diese Angaben ist eine Behandlung nicht möglich. Einzelheiten: https://lavendermedfachfusspflege.de/datenschutz
§ 9 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt deutsches Recht. Bei Verbrauchern gilt dies nur, soweit dadurch der Schutz zwingender Vorschriften des Aufenthaltsstaates nicht entzogen wird.
(2) Individuelle Vereinbarungen haben Vorrang (§ 305b BGB).
(3) Ist eine Bestimmung dieser AGB unwirksam, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung treten die gesetzlichen Vorschriften (§ 306 Abs. 2 BGB).